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Gute Gründe, sich für ein Projekt im Rahmen von „sinnvoll tätig sein“ zu engagieren:


1. Unsere Zeit gehört uns.

Sie ist ein „Rohstoff“, über den jede/r einzelne nach seinen Wünschen und Bedürfnissen verfügen darf. Sinnvoll und selbstbestimmt tätig sein bedeutet, den Rohstoff Zeit selbstbewusst für eigene bzw. gemeinsame Ziele einzusetzen. ...mehr

2. Sich nicht isolieren lassen.

Erwerbsarbeitslose werden auf vielfache Weise gesellschaftlich isoliert. Viele haben den Eindruck, mir ihrer unbefriedigenden Situation allein gelassen zu werden. Im Rahmen von „sinnvoll tätig sein“ schließen sich Einzelne zusammen, um gemeinsam Ideen zu realisieren. Dies ist ein Schritt weg vom passiven „Wartenmüssen“ oder vom frustrierenden Job-suchen nach dem Motto "Wer will mich?" hin zum Tun. Gemeinsames Engagement und das Zusammenfließen vieler Kräfte wirken der Isolation entgegen. ...mehr


3. Tätigsein verbindet:

Das Leben wird viel interessanter, wenn man sich mit anderen Menschen befasst. Wer nicht nur die eigenen Interessen bedient, fühlt sich unweigerlich besser. Er bewirkt etwas, ist nicht nur ein Rädchen im Getriebe, das von anderen bedient wird.“ (Gesine Schwan) ...mehr

4. Genuss = Wechsel von Tätigsein und Freizeit.

Haben Erwerbsarbeitslose viel „Freizeit“? Die Antwort ist nein. Wer nicht mehr zwischen Arbeitszeit und Freizeit, Tätigsein und Muse hin und her wechseln darf, verliert auch „freie Zeit“ im Sinne von Freizeit. Das Tätigsein in selbstbestimmten Projekten dagegen steigert auch wieder den Genuss in der für Erholung und für Privatleben übrig bleibenden Zeit. ...mehr

5. Zeit, neue Tätigkeiten auszuprobieren.

Erwerbsarbeitslosigkeit wird gesellschaftlich negativ bewertet. Sie wird leider immer noch als Zeitabschnitt gesehen, der nicht viel wert ist, als Übergangssituation und Wartezeit – eine peinliche Leerstelle im Lebenslauf. Doch Betroffene können den Spieß auch umdrehen. Wenn schon „gewartet“ wird, dann können sie in dieser „Wartezeit“ Dinge ausprobieren, für die sie bisher nicht die Zeit und Möglichkeit hatten. ...mehr

6. Um der Sache willen.

Beim sinnvoll Tätig-Sein steht die Freude am Engagement und eine neue Befriedigung aus einer Sache ziehen im Vordergrund. Sinnvoll tätig sein fordert heraus und bereichert. ...mehr


7. Learning by doing.

Sinnvoll tätig sein ermöglicht einen direkten Einstieg ins Ausprobieren. Teilnehmende lernen aus ihren eigenen Erfahrungen und aus dem Wissen und den Erfahrungen der anderen. Bei Bedarf wird das Arbeiten an einem Projekt professionell unterstützt. ...mehr

8. Jede/r kann mitmachen.

Es gibt viele Gründe, die für gewöhnlich davon abhalten, etwas auszuprobieren: „Ich kann das ja nicht“; „Allein schaffe ich das nicht“, „Irgendwann geht mir die Puste aus“, „Ich weiß zu wenig darüber“, „Dazu fehlen mir die Ressourcen“ usw. ...mehr

9. Sich selbst organisieren - Sich nicht nur unterordnen.

Es gibt in der selbstbestimmten Arbeit keinen Chef, der sagt was zu tun ist. Falls eine Leiterin, oder ein Leiter für ein konkretes Projekt gemeinsam bestimmt wird, dann nur so lange, wie diese/r seine/ihre Rolle auch gut erfüllt. Alle, die an der Entwicklung einer Idee teilnehmen, die sich um ein bestimmtes Projekt zusammenfinden und dabei mitmachen wollen, sind wichtig. ...mehr

10. Arbeit neu erfinden.

Überall da, wo jemand tätig werden möchte, entsteht Arbeit. Der Impuls dazu kann von außen oder von innen kommen. Es darf nicht sein, dass wir uns zu einer Gesellschaft entwickeln, in der nur mehr ein Teil der Bevölkerung „arbeitet“. ...mehr

11. Das eigene Sein und Tun sichtbar machen. Anerkennung dafür fordern.

Dem Gerede, Arbeitslose würden „nichts tun und der Gesellschaft nur auf der Tasche liegen“, sie seien faul und würden sich nicht genug anstrengen, muss offensiv widersprochen werden. Jede/r „Arbeitslose“ ist auf vielfache Weise sinnvoll tätig. ...mehr