Projekt Archiv

 

Veranstaltungen 2011

Mittwoch 19. Oktober 2011, 19:00 Uhr 

Handlungsfähigkeit und politisches Engagement mit einer
Anti-Identität
 

Zugeschriebene Identitäten wie z.B. Arbeitslose/r, die durch einen
Mangel definiert werden und damit oft auch negativ bewertet werden,
bringen eine Reihe von Schwierigkeiten mit sich, denn
Handlungsfähigkeit und Identität sind eng miteinander verwoben. Die
Möglichkeiten zu selbstbestimmten Handlungen und ein freier
Handlungsspielraum scheinen durch großteils negativ bewertete
Identitäts-Bilder, durch  Formen von Anti-Identitäten (z.B. jemand
zu sein, „die/der keine Arbeit hat“) eingeschränkt zu sein.
In der Auseinandersetzung mit dem „Problem“ Erwerbsarbeitslosigkeit
(in einer Gesellschaftslage wo Erwerbsarbeit eine zentrale Rolle
spielt) und den Schwierigkeiten von Erwerbsarbeitslosen-Initiativen
soll die Frage nach Identifikationsmöglichkeiten und praktischen
Handlungsmöglichkeiten (in einer Situation einer teilweisen
Ausgeschlossenheit) gestellt werden. Ist politische
Handlungsfähigkeit trotz mangelnder Anerkennung und einem negativ
besetzten Identitäts-Bild möglich? Oder muss ein positives
Identitäts-Bild geschaffen werden um privates, soziales und
politisches Engagement erfolgreich werden zu lassen?

Werner Titelbach, Philosoph, Sozialwissenschaftler und
Social-Entrepreneur, Autor der Studie
“Erwerbsarbeitsloseninitiativen in Österreich“ (Wien, 2007), und
Gründer des Projekts „sinnvoll tätig sein – Netzwerk für gemeinsame
selbstbestimmte Arbeit“

Mittwoch, 16. November 2011, 19:00 Uhr

Geldfreier Reichtum:
von der
Sichtbarmachung nicht-monetarisierter Wertschöpfung

Was
nicht mit Geld bewertet und über Markt oder Staat gehandelt wird
verschwindet derzeit in der Unsichtbarkeit; in unserer eigenen
Wahrnehmung, in der gesellschaftlichen Wertschätzung, und im
politischen Diskurs.
Die Sichtbarmachung dieser Lebensbereiche
kann uns zu neuen Visionen inspirieren, kann Fülle und Vielfalt
sichtbar machen; kann politischen Diskurs und gesellschaftliche
Realität verändern. Ein Blick auf all das Wertvolle, was wir
jenseits des Geldes erschaffen: von Kinderglück bis zu freier
Software, von reparierten Fahrrädern bis zum Pfeifen in der
Badewanne.

Nicole Lieger arbeitet seit gut 15 Jahren im werteorientierten
Sektor, zuletzt als Leiterin des L.Boltzmann Instituts für
Menschenrechte in Wien. Ihr derzeitiger Fokus liegt auf der
Entwicklung neuer Formen politischen Arbeitens, die auf Freude und
Leichtigkeit basieren und die sich die Möglichkeiten eines
konstruktivistischen Weltverständnisses zunutze machen. Sie
unterrichtet an der Universität Wien.

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 19:00 Uhr

Tauschkreise – Sinnvoll
tätig sein ohne Euro

Sind Tauschkreise nur lustiges Hobby
für alternativ Gesinnte oder sogar Konkurrenten zur
Euro-Wirtschaft?
Während die einen derartige Initiativen gar nicht ernst nehmen
vermuten andere dahinter sogar organisierte Schwarzarbeit. Wer
selbst
in einem Tauschkreis aktiv ist, wird sich diese Fragen vermutlich
gar
nicht stellen, sondern erzählt lieber von Menschen, die er/sie
kennengelernt hat, denen er/sie sonst nie begegnet wäre,
Dienstleistungen und selbst gefertigte Produkte, die es nicht
einmal
gegen Euro zu kaufen gibt oder netten Begegnungen bei
Veranstaltungen.

Mag. Georg Brandenburg, Volkswirt,
Systemischer Coach, Obmann des Vereins Sinnvoll tätig sein

 

Veranstaltungen 2012

20.2.2012

Solidarische Ökonomie

Zwischen Recht auf Arbeit und Pflicht zur Arbeit, gibt es da noch
etwas? Es geht um Arbeit, Lebensqualität und gegenseitigen Respekt. In
einer Zeit, da viele Menschen arbeitslos oder prekär beschäftigt sind,
ist es wichtig, Initiativen zu setzen, die für ehrenamtliche,
gemeinnützige und – meist unbezahlte - solidarische Tätigkeiten sowie
für Reproduktionsarbeiten zumindest die gleiche gesellschaftliche
Anerkennung erzielen wie für reine Erwerbsarbeit.

Antonia Coffey, Einpersonenunternehmen Kommunale Netze, vormals war
sie in der Kommunalpoltischen Abteilung der Arbeiterkammer Wien
beschäftigt mit den Arbeitsschwerpunkten Stadtplanung, Stadtentwicklung,
Stadterneuerung, Verkehrspolitik, Bürgerbeteiligung und
Entscheidungsfindung sowie Strategien gegen Armut und soziale
Ausgrenzung. 

26.3.2012

Allheilmittel Elektroautomobil

Die Zukunft gehört den Elektroautos. Der Traum vom Null-Emissionsfahrzeug scheint nun
Wirklichkeit zu werden. Doch löst er all unsere Mobilitätsprobleme? Schafft die
Schlüsselindustrie des Automobilbaus diesen Paradigmenwechsel? Wer bleibt auf der
Strecke? Und warum haben sie das nicht schon längst gemacht? Warum ausgerechnet jetzt?
Kann das überhaupt gelingen, oder müssen wir uns in Hinkunft unsere E-Autos doch wieder
selbst bauen bzw adaptieren? Kleinserienhersteller gibt es schon einige...

Heike Keusch, Sammlerin und Restauratorin von historischen Alltagsfahrzeugen

18.4.2012

Bruttonationalglück

Als Alternative zum Bruttosozialprodukt/Bruttonationalprodukt gibt
es in Bhutans Verfassung den Begriff Bruttonationalglück. Das Königreich
Bhutan verwendet diesen Begriff seit den 70er Jahren, 2008 begann mit
freien Wahlen der Weg in die Demokratie. Aus Eindrücken von zwei Reisen
erzählt Petra Bayr, wie dies im Land umgesetzt wird und was wir
vielleicht aus diesen Erfahrungen lernen können.

Petra Bayr, Vorsitzende des entwicklungspolitischen Unterausschuss
des Nationalrats, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ

 


9.5.2012

waldviertler alternativen

Das vom AMS geförderte Projekt "Waldviertler Alternativen" (das
Pilotprojekt wurde im Nov. 2011 verlängert) ermöglicht
langzeitarbeitslosen Personen, ein halbes Jahr ohne Druck durch das
AMS einer selbstgewählten, gemeinnützigen Beschäftigung nachzugehen.
Sie können dabei z.B. bei einem Verein ihrer Wahl andocken oder auch
sich selbst eine Arbeit organisieren. Daraus ergeben sich Fragen zu
Veränderungen des Selbstwertgefühls, zur sozialen integration, zur
gemeinwirtschaftlichen Wertschöpfung, andererseits aber natürlich
auch Fragen zu möglicher Verdrängung bezahlter Arbeit, Ehrenamt in
Armut etc. Karl Immervoll, Initiator des Projekts, schildert seine
bisherigen Erfahrungen.

Zu Gast: Karl Immervoll, Leiter der Betriebsseelsorge Oberes
Waldviertel in Heidenreichstein.

 

 

 

 

AMS-Kurs: Kompetenzentwicklung durch praktische Projektarbeit

Nächster Kursstart: 20.9.2010 (Ende 9.12.2010)

Kursdauer: 12 Wochen

Mo-Do 9h-15h30 (24 Wochenstunden)

12 TeilnehmerInnen, 3 Coaches/TrainerInnen


Zielgruppe: langzeitarbeitslose oder langzeitbeschäftigungslose
Personen über 30 Jahre, die Freude am selbstgewählten,
selbstbestimmten Tun haben und gerne in Teams arbeiten. Interesse an
Projektarbeit Voraussetzung.

Inhalte: Ausarbeitung und Umsetzung frei gewählter
Projektinhalte in Projektteams. Die 3-4 Projektteams entstehen aus
der Entwicklung der Ideen aller 12 TeilnehmerInnen; Trainings und
Gruppencoachings zu Inhalten wie Kommunikation, Teamrollen und
-building, Ressourcen, Projektentwicklung, Projektmanagement,
Erfolgsbilanz, Selbstcoaching; Exkursionen; Reflexion sowie Angebot
von Einzel- und Teamcoachings durch akademisch ausgebildete
systemische Coaches.

Ziele: Steigerung des Selbstvertrauens; Aktivierung; neue
Ideen für zukünftige berufliche Tätigkeiten, im Idealfall Ansätze
ökonomischer Lebensfähigkeit der Projekte; Zugang zum verdeckten
Arbeitsmarkt durch neue Vernetzungen und damit verbundene neue
Möglichkeiten der Job-Suche; Aufbau eines langfristig lebensfähigen
Projektes, auch wenn zusätzlich andere Erwerbsquellen erschlossen
werden müssen. Berufliche Selbständigkeit ist kein dezidiertes Ziel
der Maßnahme. Selbständigkeit kann ein mögliches Ergebnis sein.

Zubuchungen für folgende Infotage möglich:

Mi, 8.09.2010

Mo, 13.09.2010

Di, 14.09.2010

jeweils um 09:00. (Dauer bis ca. 14:30)

Die Infotage finden am Kursort statt: Vivenotgasse 48, 3. Stock, 1120 Wien

Weitere Informationen bitte telefonisch erfragen.
01/2933181 bzw. 0650/5003362

Artikel auf ORF-online: (Achtung, Termine haben sich geändert, siehe oben)

http://wien.orf.at/magazin/magazin/trends/stories/451362/

Das sagen Kurs-TeilnehmerInnen:

  • "Die Freiheit des selbstbestimmten Handelns! Hilfe zur Verfügung zu
    haben und bei Bedarf abrufen zu können - nicht selbstverständlich."
  • "Relativ großer Freiraum für die Umsetzung eigener Ideen und Projekte."
  • "Die Möglichkeit, Einzelcoachings zu eigenen Themen in Anspruch zu nehmen!"
  • "Positive Ansätze für die eigene Kommunikation durch das Coaching bei verschiedenen TrainerInnen."
  • "Die Entwicklung eines Projekts ist gar nicht so einfach und braucht Zeit."
  • ""Mache" - egal wie verrückt die Idee ist -"trau dich!" Ich wurde ermutigt es einfach zu probieren und zu experimentieren."
  • "Das Zwischenmenschliche spielt eine wesentliche Rolle, es braucht
    Raum und Zeit um sich kennen zu lernen. Meine eigene Motivations- und
    Willenskraft ist sehr wichtig, um ein Projekt entstehen zu lassen und
    dranzubleiben."
  • "Schau über deinen Tellerrand und probiere Neues, NUTZE die Chance, die Möglichkeit!"
  • "Sich selbst neu entdecken, das Selbstbewusstsein stärken, neue
    Perspektiven erkennen. Zusammenführung Gleichgesinnter, die sich und
    Ihre Ideen gegenseitig unterstützen. "

 

Projekt Survival Club

Zielgruppe: Frauen mit Armutserfahrung und alle Frauen, die sich mit von Armut betroffenen Frauen solidarisch fühlen
Ziel: Club als Ort der Möglichkeiten ohne Geld ausgeben zu müssen; Netzwerke in Sachen Armutsbewältigung; Austausch von Fähigkeiten, Dienstleistungen und Informationen.

Regelmäßige "Survival Club"-Treffen:
jeden MI ab 17:00

AUF - Redaktion, Kleeblattgasse 7, A-1010 Wien,
Tel.: (+ 43 1) 533 91 64.
Bitte wegen Treffpunkt-Ort vorher informieren!

Kontakt: frauenarmut.survival(@)gmx.at

mehr Informationen und Projektbeschreibung (PDF-Dokument)

 

Projekt ForscherInnen ohne Grenzen – Arbeitsgruppe

Die Mitglieder des Vereins treffen sich regelmäßig, um Deutsch- und Englisch Konversationen durchzuführen, um Erfahrungen auszutauschen, Probleme anzusprechen und Lösungen zu finden. Es besteht großer Bedarf an sprachlichem Austausch, am lebendigen Erlernen und Praktizieren des Deutschen. Im Gegenzug haben die Mitglieder des Vereins viel zu erzählen und bringen ihrerseits sprachliche Fähigkeiten mit. Sie sprechen Russisch, Georgisch, Arabisch, manche auch Englisch, Französisch usw.

Siehe auch:

http://www.sinnvolltaetigsein.at/forscherinnen-ohne-grenzen

und http://www.researcherswithoutborders.at/

Weitere Informationen:

office(@)researcherswithoutborders.at, und info(@)sinnvolltaetigsein.at

 

Projekt PHASE ‘Haushaltsnahe Serviceleistungen’ im 22. Bezirk

Im 22. Bezirk sollen von einem Geschäftslokal aus haushaltsnahe Serviceleistungen für die Menschen der näheren Umgebung angeboten werden. Diese Serviceleistungen sollen gemeinsam von Menschen mit unterschiedlichen Begabungen, Fähigkeiten, Behinderungen und Handicaps erbracht werden. Am Beginn steht das Angebot eines Bügelservices, Unterstützung im Haushalt (Putzen, Pflanzen versorgen) und der Verkauf von Produkten aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen; es können dann noch Leistungen der Persönlichen Assistenz, Einkaufsservice, Rechercheservice und andere Serviceleistungen (je nach Bedarf) dazu kommen. Es sollen angenehme Arbeitsplätze geschaffen werden, die dem Können und den Interessen der Arbeitenden entsprechen, aber natürlich muss auch das Überleben des Betriebs (und der Erhalt der Arbeitsplätze) durch ein breites und ansprechendes Angebot an die Zielgruppe (in erster Linie die Bewohnerinnen und Bewohner der näheren Umgebung) gesichert werden.

 

Projekt Filmgruppe – Sendung für Okto-TV

Es soll ein Kurzfilm zur Problematik der Erwerbsarbeitslosigkeit und praktischen Lösungsmöglichkeiten erstellt werden.